Gu    Zheng       ( Aussprache :   "Gu" - "dsch-eng" )


       Guzheng
        ( Chinesische Zeichen für Gu Zheng )

 

Geschichte


Die Guzheng ist eine chinesische Wölbbrettzither. "Gu" bedeutet "Alt" und "Zheng" bedeutet der Klang - beim Anschlagen der Saite entsteht ein charakteristisches, helles Klicken ( "dscheng" = "zheng" ). Nach dem chinesischen Zeichen "Zheng" vermuten die Archäologen, dass das Instrument aus Bambus war und deswegen diesen Namen bekommen hat. Es gibt aber noch andere Erklärungen für den Begriff: Dieses Wort bedeutet im Chinesischen auch "Streit um die Macht". Der Sage nach gab es in der Qin-Dynastie einen Meister, der eine große Wölbbrettzither (doppelte Größe der Zheng) namens "Se" spielte. Seine beiden Kinder stritten sich darum auf dem Instrument spielen zu dürfen. Deshalb teilte er es in zwei Teile. So war die heutige Zheng geboren.

       

Die frühsten Dokumentationen beweisen, dass die Zheng schon in der frühen Zeit Chunqiu - Die Frühlings- und Herbstperiode (770-475 v.Chr.) und Zhanguo - Die Streitenden Reiche (475-221 v.u.Z.) populär war. Sie war also schon vor dem Anfang des zentralistischen Reichs Qin (221-206 v.u.Z) sehr beliebt. Eins der ältesten, wohlerhaltenen Modelle eines Zheng-Instruments fand man in 1979 der Jiangxi Provinz. Das gut erhaltene 13-saitige Zheng stammt aus der Dong - Zhou Zeit ( 770-256 v.Chr.) und ist über 2600 Jahre alt.

     


Bauweise

         

Größe:
Die moderne Zheng ist durchschnittlich ca. 160 cm lang und ca. 33 cm breit.

Holz:
Die normale heutige Zheng ist aus einem bauchigen Resonanzkörper gefertigt, das meist verwendete Material ist Wutongholz ( Palisander ); es gibt zu den unterschiedlichen Stilen verschiedene von Hand gefertigte Dekorationen.

Saiten:
Die Zheng wird mit 21 Saiten bespannt, welche von 21 Stegen getragen werden. Die Stege werden "Yan-Zhu" (die Reihe der Wildgänse) genannt oder "Yan-zu" (Fuß der Wildgans). Die Stege sind auf der Resonanzdecke nicht fest installiert. Die Beschaffenheit der Saiten hat sich mit der Zeit verändert; zu Anfang waren sie noch aus Schafsdärmen gefertigt, später aus Metall und Nylon.


Zheng Musik


Zheng-Musik wird häufig in der Volksmusik gefunden, aber es gibt auch systematisch streng gebaute Kaiserhofmusikhäuser



In früher Zeit wurde die Zheng oft als Begleitinstrument gespielt, heute wird sie sehr oft als Soloinstrument verwendet. Beispiele dafür sind Gao shan liu shui ("Wasser fließt vom hohen Berg"), Han ya xi shui (Winter-Ente spielt im Wasser), Jue er gao (der helle Mond), Yü Zhou Chang Wan ("Das Fischer Lied"), Xue shan chun xiao ("Frühling in Tibet")...


Die Poesie zur Zheng


Ein altes, aber heute noch sehr lebendiges Instrument, welches mit seinen Klängen in die traumhafte, fantastische Welt der alten chinesischen Kultur führt. Im alten China gab es viele Gedichte, welche die Guzheng beschreiben, z.B. von Li Schang Yin, Li-Tai-Po (702-763), Bai Juyi (772-846).


Die bunte Zither:

Warum sind auf der bunten Zither
Der Saiten fünf mal zehn? Du fragst vergebens,
Und denkst bei jeder Saite,
bei jedem Steg an ein Jahr deines Lebens.
Verwirrt von einem Schmetterling ward einst im Traume Meister Dschuang,
verwandelt in den Kuckuck, ruft das Frühlingsherz des Kaisers Wang.
Tränen werden zu Perlen
Bei Vollmond in des Meeres Wilde.
Bei Tag im Indigogefilde.
Dies unser Fühlen müsste bleiben,
sich ründend in Erinnerungen -
Allein, im gleichen Augenblick
Ists vag verklungen.



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