古筝

Chanyuan Zhao

 

Guzheng - Chinesische Musik - Musikwissenschaft - Gesang

        

        geb.. in Xi'an, China in eine musikalische Familie

        

        1997 - 2001  Studium GuZheng (Chinesische Wölbbrettzither)

        Konservatorium Xi’an

                 

        2003 - 2007  Studium Konzert-Harfe

        2008 - 2011  Studium Komposition

        Folkwang Universität der Künste Essen

         

        2016 - 2018  2fach Master Musikkulturwissenschaft & Jazz/Pop Gesang

        Folkwang Universität der Künste Essen

         

        seit 2014 Doktorandin für Sinologie

        Universität Heidelberg

    Preise & Auszeichnungen  

        1993  2. Preis im Nanjinger Einladungswettbewerb für nationale

        Instrumentalmusik, China

        

        1995 1. Preis im 7. Wettbewerb für das Traditionelle

        Musikinstrumentalspiel der Musikhochschule Xi'an, China

        

        2001 1. Preis für Interpretation und Komposition der Zheng

        (Chin. Nationaler Orchestermusikverband – Neue Werke-Symposium)    

         

        2004 Stipendiatin der “Bayreuther Festspiele 2004“

        

        2006 Auszeichnung beim eurofestival Zupfmusik Bamberg

         

        2006 Publikumspreis mit Duo SeidenStrasse     

        2008 Landespreis NRW“ mit Duo SeidenStrasse

        beim Creole-Weltmusik-Wettbewerb NRW

Tang Dynastie, Xinjiang Region Museum

Das Instrument Zheng

 

Zheng oder Guzheng („Gu" = „Alt“ / „Zheng" = das charakteristische, helle Klicken -„dscheng“ - beim Anschlagen der Saite) ist ein ca. 3000 Jahre altes Chordophon, das in der modernen Form regulär jeweils 21 Saiten und Stege aufweist, oft aus Wutongholz gefertigt, ca. 160 cm lang und 33 cm breit ist. Die 21 Stege werden „Yan-Zhu“ (die Reihe der Wildgänse) oder „Yan-Zu“ (Fuß der Wildgans) genannt und sind auf der Resonanzdecke nicht fest installiert. Da die Spieler mit Finger-Plektren die Saiten zupfen, kann man die Zheng der Gattung Zupfinstrumente zuordnen. Nach Hornbostel und Sachs wird dieses chinesische Instrument als Brettzither definiert, im MGG ist die Zheng als Wölbbrettzither gekennzeichnet: „Die Halbröhrenzithern sind dadurch entstanden, daß ein Bambusrohr gehälftet und die Saiten auf dem konvexen Röhrentl. angebracht wurden…“ (MGG, Stichwort „Zither“).

 

Geschichte 

 

Den frühesten Fund einer antiken Zheng machten Archäologen in der chinesischen Jiangxi-Provinz im Jahr 1979, als sie in Felswandhöhlen des Yingtanlonghu Berges auf  mehrere vollständige Grabkammern stießen. Die gut erhaltene 13-saitige Zheng stammt aus der Dong-Zhou Zeit (770-256 v.Chr.) und ist damit über 2600 Jahren alt. Die früheste literarische Erwähnung des ältesten traditionellen Saiteninstruments Chinas ist im von Si Maqian (145-ca. 85 v.Chr.) geschriebenen Geschichtsbuch „Shiji“ (Aufzeichnungen des Historikers) zu finden. Die Tang-Dynastie (618-907 n.Chr.)  gilt als Blütezeit der höfischen Zheng-Musik; obwohl fast keine Transkriptionen überliefert wurden, existieren ca. 100 Gedichte über Zheng aus dieser Periode. Die Archäologen fanden Darstellungen der Zheng auf Wand- und Grabmalereien sowie zahlreichen Abbildungen auf Papier.

 

Nationalinstrument - Heute 

 

Als beliebtes Instrument durch alle sozialen Schichten Chinas repräsentiert die Zheng heute das Kulturerbe, hat sich sowohl in der zeitgenössischen Klassik als auch im C-pop (chinesisch-sprachige Populär-Musik) erfolgreich etabliert und wird vermehrt auch in der sog. westlichen Welt wahrgenommen. „It is not unusual for the guzheng to be combined with pop music, it shows that people are recognizing the potential and charm of this traditional instrument.“ (Wang Zhongshan, guzheng professor from the China Conservatory of Music.)

Die bunte Zither:

 

Warum sind auf der bunten Zither

Der Saiten fünf mal zehn? Du fragst vergebens,

Und denkst bei jeder Saite,

bei jedem Steg an ein Jahr deines Lebens.

Verwirrt von einem Schmetterling ward einst

    im Traume Meister Dschuang,

verwandelt in den Kuckuck, ruft das

    Frühlingsherz des Kaisers Wang.

Tränen werden zu Perlen

Bei Vollmond in des Meeres Wilde.

Bei Tag im Indigogefilde.

Dies unser Fühlen müsste bleiben,

sich ründend in Erinnerungen -

Allein, im gleichen Augenblick

Ists vag verklungen.

 

Li-Tai-Po (702-763)

KONZERTE

termine  2017

11./13./15. Sept.           10:00 Uhr

Junges Festival Knechtsteden - Duo SeidenStrasse

Kinderkonzerte „Vom Zauber des Chinesischen Drachens“

Dormagen • Bürgerhaus Horrem |

Di  19. September

20:00 Uhr

Festival Alte Musik Knechtsteden - Duo SeidenStrasse

Kontrastierung von W.Gluck´s Kammeroper „Le Cinesi“

Knechtsteden • Klosterbasilika |

Di  31. Oktober

09:00 Uhr

Workshop - NOW! Grenzgänger - „Silkroad Kids“

Ferienworkshop der Philharmonie Essen

Essen • RWE Pavillon |

fr  3. november

19:30 Uhr

TRANSFORMING SILKROAD Festival - Duo SeidenStrasse

Improvisations-Konzert mit Gastmusikern aus China & Deutschland

Wuppertal • Immanuelskirche |

fr  5. november

16:00 Uhr

TRANSFORMING SILKROAD Festival - Duo SeidenStrasse

Improvisations-Konzert mit Gastmusikern aus China & Deutschland

Bochum • Scharounkirche |

mo  11. dezember

19:30 Uhr

Neue Philharmonie Westfalen - 4.Sinfoniekonzert „Fernost“

Tan Dun: Konzert für Zheng und Streichorchester

Gelsenkirchen • Musiktheater im Revier |

Di  12. dezember

19:30 Uhr

Neue Philharmonie Westfalen - 4.Sinfoniekonzert „Fernost“

Tan Dun: Konzert für Zheng und Streichorchester

Recklinghausen • Ruhrfestspielhaus |

mi  13. dezember

19:30 Uhr

Neue Philharmonie Westfalen - 4.Sinfoniekonzert „Fernost“

Tan Dun: Konzert für Zheng und Streichorchester

Kamen • Konzertaula |

media

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Duo SeidenStrasse 

 

 

 

CD:

Popoli Pop Cult Festival

Italy / Bagnara 2015

Recording Concert

Wuppertal 2012

Klangkosmos-Tour

NRW 2008

Egypt / Alexandria

World Music Festival 2011

IMPROVISIONEN

Essen.Original. 2016

Featuring Solo Guzheng

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中国音乐 - Chinesische Musik

Die chinesische Musik hat seit ältester Zeit im Kulturleben Chinas ein ausgesprochen hohes Ansehen. Ikonografische und piktografische Zeugnisse gehen bis in die Zeit der ersten historisch belegbaren Herrscherepochen, der Xia- (ca. 2000-1700 v.Chr.) und Shang-Dynastie (ca. 1700-1100 v.Chr.), zurück und sind u.a. in Form von Orakelsprüchen auf Schildkrötenpanzern und Tierknochen, in Form von Zeichnungen auf Keramik- und Höhlenwänden dokumentiert.

Dabei sind die Musiktraditionen Chinas äußerst vielfältig, genauso sind Herkunftsquellen oft mehrdeutig, Historie und Mythologie bzw. Legenden sind unzertrennlich miteinander verwoben, somit gibt es mehrschichtige und spannende Interpretationsansätze. Tauchen Sie mit mir ein in eine bildliche Welt der Fantasie, eine einzigartige Kulturgeschichte, eine exotische Klangwelt mit uralten Traditionswerten.

meine WORKSHOP-,  KURS- & SEMINAR-ANGEBOTE

- an Hochschulen, Universitäten, Schulen -

 

  • explizit Guzhengspiel - Spielweise & Technik, Notation, Guzhengliteratur
  • Geschichte „Chinesische Musikinstrumente“ - Guqin, Guzheng, Pipa, Konghou...
  • traditionelle & moderne Chinesische Musik - von der Tang Dynastie (618-907) bis hin zu Tan Dun
  • Chinesische Pop-Musik - C Pop / K Pop / J Pop
  • Chinesische Oper - Peking Oper, Stilistinnen verschiedener Volksopern
  • Chinesische Kultur - Esskultur, gesellschaftlicher Umgang, Sitten...
  • Chinesische lernen musikalisch - die vier Betonungen & Aussprache durch Musik leicht erlernen

Referenzen / Archiv

12.02.2017 / Folkwang Universität der Künste / „Das chinesische Saiteninstrument Zheng“ /  Seminar „Ethnologie“, Klasse Prof. Dr. Anderas Meyer  

20.05.2016 / Folkwang Universität der Künste / „Chinesische Peking Oper“ / Seminar „Oper und Theater“, Klasse Prof. Dr. Mathias Broschka

05.01.2016 / Bergische Universität Wuppertal / „Chinesische Musik“ /  Seminar „Musikwissenschaft“, Klasse Dr.Oliver Kautny

23.09.2012  / Stadtbibliothek Duisburg / „Die Guzheng“ / Aktionstag der Internationalen Kinder- und Jugendbuchausstellung

22.09.2012  / Chinabrenner Gasthaus Leipzig / Workshop & Konzert „Guzheng“ / China Tage Leipzig   

23.09.2011  / Folkwangmusikschule Essen / Workshop & Konzert „Guzheng“ / Labor für Weltmusik von Prof. Ilse Storb  

16.06.2011 / Friedrich von Bodelschwingh-Schule Düsseldorf / Workshop & Konzert „Guzheng“

18.05.2011 / Konfuzius Institut Duisburg  / Workshop & Konzert „Guzheng“

19.01.2011 / Folkwang Universität der Künste / „Chinesische Musik“ / Seminars „Ethnologie“, Klasse Dr. Jan Reichow

KONTAKT

Chanyuan (Chaya) Zhao

Essen / Germany

mail: guzheng@gmx.de

 

 

 

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